Bratislava - Eine 29 Jahre alte Bergtouristin ist in der slowakischen Hohen Tatra rund 400 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben. Wie der Bergrettungsdienst HZS am Samstagabend auf seiner Internetseite mitteilte, war die aus der Ukraine stammende Frau auf einer Wanderung durch das Gebirgstal Malá Studená dolina (Kleines Kohlbachtal) ausgerutscht und abgestürzt. Zufällig vorbeikommende andere Wanderer versuchten, die bewusstlose Frau zwar sofort durch Wiederbelebungsmaßnahmen zu retten, hatten dabei jedoch keinen Erfolg. Die danach eintreffende Besatzung eines Rettungshubschraubers konnte nur mehr den Tod der Frau feststellen.

Im westlichen Teil des Tatra-Gebirges wurde schon seit Donnerstag nach einem vermissten polnischen Bergwanderer gesucht. Nach Angaben der Bergrettung erkannten Angehörige des Vermissten bereits einen im Gebiet Jamnícka dolina gefundenen Rucksack als seinen. Der 58 Jahre alten Mann selbst konnte aber in dem verschneiten Gelände trotz Einsatzes von zwanzig Rettungskräften und fünf Suchhunden bis zum Wochenende nicht gefunden werden.

Drei Bergsteiger tot aufgefunden

Erst am vergangenen Sonntag waren drei Bergsteiger aus Polen nach einer zweitägigen intensiven Suchaktion in dem Hochgebirge tot aufgefunden. Die drei Bergsteiger hatten nach ersten Erkenntnissen versucht, die Südwand der Kleinen Gerlsdorfer Spitze (Kotlovy stít) zu erklimmen oder dort abzusteigen. Der Berg reicht bis in eine Höhe von 2600 Metern über dem Meeresgrund. Geklärt werden soll nun, ob der polnische Bergführer, der unter den Toten ist, für das Gebiet qualifiziert war.

Die Hohe Tatra gehört zu den Karpaten und gilt als eines der flächenmäßig kleinsten Hochgebirge der Welt.