Berlin - Die meisten Covid-Patienten, die derzeit in Berliner Krankenhäusern behandelt werden müssen, sind ungeimpft. 30 Prozent der Patienten haben aber die vollständige Impfung und somit einen Impfdurchbruch erlitten. Das ergab eine Umfrage des Tagesspiegels. Demnach teilten die größten Krankenhäuser der Stadt mit, dass sie derzeit 266 Covid-Patienten versorgen, das entspricht etwa der Hälfte aller Patienten in den Berliner Krankenhäusern. 81 Menschen mussten trotz vollständiger Impfung stationär aufgenommen werden, so die Umfrage.  

Es handelt sich hierbei meist um ältere und schwer vorerkrankte Menschen, deren Immunschutz im Laufe der Zeit nachgelassen hat. Fast 70 Prozent der Menschen in Berlin sind inzwischen vollständig geimpft. Gemessen daran ist die Gefahr, als Ungeimpfter im Krankenhaus zu landen, weitaus höher. So argumentierten am Dienstag auch die Experten von Vivantes und Charité.

Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin am Mittwoch bei 339

Die Corona-Inzidenz in Berlin steigt aktuell unverändert an. Der Wert lag nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch bei 339. Am Vortag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz noch 315,8. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Virus infiziert haben.

2886 Menschen wurden im Vergleich zum Vortag nachweislich neu infiziert, insgesamt sind es damit 248.439 in Berlin. Fünf neue Todesfälle wurden registriert. Die Zahl der Berlinerinnen und Berliner, die seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Virus gestorben sind, stieg damit auf 3767.