Wirecard soll einen Milliardenbetrug begangen haben.
Foto: imago images

BerlinDer Neuköllner Abgeordnete Joschka Langenbrinck (SPD) war Berater des inzwischen insolventen Unternehmens Wirecard. Das berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf von der Transparenzplattform FragDenStaat veröffentlichte Dokumente. 

Demnach arbeitet Langenbrinck seit Frühjahr 2019 neben seinem Mandat im Abgeordnetenhaus auch für eine Beratungsgesellschaft von Ole von Beust, der für die CDU Bürgermeister von Hamburg war. In diesem Zusammenhang war Langenbrinck als sogenannter Senior Berater unter anderem für die Betreuung von Wirecard zuständig.

In einem Brief an das Kanzleramt von März 2020 schrieb von Beust, bezüglich des Unternehmens könne man sich entweder an ihn selbst oder an Langenbrinck wenden. Thema des Schreibens war ein mögliches Begleitprogramm für Unternehmen im Rahmen des EU-China-Gipfels.

Langenbrick sagte auf Anfrage des Tagesspiegels, die Nebentätigkeit habe nichts mit seinem Mandat als Abgeordneter zu tun. Ein Sprecher des Beraterunternehmens äußerte sich ähnlich. Die Zusammenarbeit mit Wirecard sei am 13. Juli 2020 als Reaktion auf die Betrugsvorwürfe gegen das Unternehmen beendet worden.