BerlinBildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) will einem Bericht des Tagesspiegel zufolge entgegen bisheriger Ankündigungen doch nicht die Prüfungen zum sogenannten Mittleren Schulabschluss (MSA) abschaffen.

MSA wird durch eine Prüfung erreicht

Der MSA sowie die Erweiterte Berufsbildungsreife (eBBR) werden in Berlin durch eine Prüfung nach der 10. Klasse am Gymnasium erreicht. Welchen der beiden Abschlüsse ein Schüler bekommt, hängt vom Notendurchschnitt ab – und für den Übergang in die Oberstufe müssen Schüler einen besonders guten MSA schaffen.

Eine von Scheeres eingesetzte Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass die hohen Übertrittsquoten an Gymnasien „die Sinnhaftigkeit der Abschlussarbeiten am Ende der Klassenstufe 10 an dieser Schulform in Frage“ stellen würden. Auf Nachfrage hatte die Politikerin laut Tagesspiegel „keinen Zweifel“ daran gelassen, dass sie die Anregung umsetzen würde.

Verwaltung sieht sich als nicht zuständig

Auf Anfrage habe die Bildungsverwaltung nun mitgeteilt, dass ein solches Vorhaben eine Gesetzesänderung erfordere, also das Parlament zuständig sei, heißt es in dem Bericht. Die bildungspolitische Sprecherin der SPD im Abgeordnetenhaus, Maja Lasic habe dagegen gesagt, eine Reform könne auch ohne Änderung erfolgen.

Laut Tagesspiegel „zeichnet sich nicht ab, dass Scheeres – um Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit zu demonstrieren – das Thema ‚MSA‘ angeht“.