Biontech verlässt Deutschland für die Krebsforschung

Firmengründer Ugur Sahin und Özlem Türeci stören sich an deutscher Bürokratie. Die Krebsforschung lagern sie offenbar nach Großbritannien aus.

Ugur Sahin und Özlem Türeci, Gründerpaar des Biotechnologieunternehmens Biontech
Ugur Sahin und Özlem Türeci, Gründerpaar des Biotechnologieunternehmens Biontechdpa/Arne Dedert

Das weltbekannte Pharmaunternehmen Biontech aus Mainz will den Standort für seine Krebsforschung einem Medienbericht zufolge von Deutschland nach Großbritannien verlegen. Die Standortverlegung ist schon länger geplant. Wie die Bild schreibt, sei die deutsche Bürokratie der Grund für den Umzug.

In England gehe die Arznei-Entwicklung schneller, weil Behörden und Unternehmen eng zusammenarbeiten würden. „Biontech setzt bei der Forschung und Entwicklung auf die Stärken der jeweiligen Länder.

Künftig wird es entscheidend sein, zeitgemäße und missions-getriebene Rahmenbedingungen in verschiedenen Bereichen zu schaffen“, wird Gründerin Özlem Türeci von der Bild zitiert.

Biontech: Mit der Entwicklungen von Impfstoffen wurde das Unternehmen weltbekannt

Das gelte „unter anderem für die Finanzierung von Forschung und ihrer schnelleren Translation in die Anwendung, die Förderung von Biotech-Ökosystemen in Europa sowie entsprechender Vorschriften und Richtlinien“, so Türeci.

Biontech hatte während der Corona-Pandemie mit dem US-Unternehmen Pfizer einen wirksamen Impfstoff gegen das Virus hergestellt und ist seitdem weltbekannt.


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