Bericht: Bundesregierung prüft Homeoffice-Pflicht für Beamte – wegen hoher Heizkosten

Wirtschaftsminister Robert Habeck will Energie in öffentlichen Gebäuden einsparen. Jetzt erwägen die  Bundesministerien, ihre Mitarbeiter nach Hause zu schicken.

Die Mitarbeiter in Bundesministerien sollen im Winter zu Hause arbeiten.
Die Mitarbeiter in Bundesministerien sollen im Winter zu Hause arbeiten.dpa/Sebastian Gollnow

Die Bundesregierung prüft einem Medienbericht zufolge, alle Beamten in den Bundesministerien im Winter ins Homeoffice zu schicken. Wie Business Insider unter Berufung auf interne Quellen schreibt, stecken die Energiespar-Maßnahmen in öffentlichen Gebäuden hinter den Überlegungen.

Die Homeoffice-Pläne in den Ministerien könnten in der Umsetzung schwierig werden, da nicht für alle Mitarbeiter ein Laptop zur Verfügung stehe. Alternativ wurde in der internen Runde der Vorschlag gemacht, die Temperaturen in den Büros weiter herunterzukühlen. Wem es zu kalt werde, der könne zu Hause arbeiten.

In Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen wird nicht an Wärme gespart

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will per Verordnung in allen öffentlichen Gebäuden Energie sparen. Krankenhäuser, Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen sind davon ausgenommen. Beim Sparplan ist angeblich folgendes Muster für das schrittweise Runterkühlen im Gespräch.

So soll in öffentlichen Gebäuden Energie gespart werden
  • Für körperlich leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit wie im Büro, mit ruhiger Sitz- oder Stehhaltung, gelegentlichem Gehen und leichten Bewegungen mit Hand und Armen, gelten 19 Grad.
  • Für körperlich leichte Tätigkeit überwiegend im Stehen oder Gehen 18 Grad.
  • Für mittelschwere und überwiegend sitzende Tätigkeit 17 Grad.
  • Für mittelschwere Tätigkeit überwiegend im Stehen oder Gehen, etwa handwerkliche Tätigkeit, 16 Grad.
  • Für körperlich schwere Tätigkeit zwölf Grad.

Insgesamt will die Bundesregierung laut Business Insider knapp 20 Terawattstunden Gas einsparen, um so den deutschen Gasverbrauch um rund zwei Prozent zu senken.