Die Bundesregierung will der Ukraine wohl sieben Panzerhaubitzen 2000 liefern. Das geht aus einem Bericht der Welt hervor. Demnach hätten sich das Kanzleramt und das Bundesverteidigungsministerium dabei gegen den Ratschlag führender Militärs der Bundeswehr entschieden. Die für den Export vorgesehenen gepanzerten Artilleriegeschütze würden aus dem Bestand der Bundeswehr stammen.

Derzeit seien laut Bundeswehrangaben nur 40 der 119 hiesigen Panzerhaubitzen einsatzbereit, weshalb sich führende Bundeswehrbeamte gegen die Ausfuhr an die Ukraine ausgesprochen hätten. Die Waffensysteme seien „für den eigenen Bedarf unverzichtbar“, heißt es in dem Bericht weiter. Einer Abmachung zufolge dürfe die Bundeswehr durch Waffenlieferungen an die Ukraine nicht geschwächt werden. Mit dem Export der Panzerhaubitzen werde dieses Versprechen jedoch nach Ansicht führender deutscher Militärs gebrochen.

In der vergangenen Woche hatte die Bundesregierung erstmals den Export schwerer Waffen direkt aus Deutschland an die Ukraine genehmigt. Dieser umfasste 50 Gepard-Flugabwehrpanzer. Auch die Panzerhaubitze 2000 fällt in die Kategorie schwerer Waffen. Die gepanzerten Artilleriegeschütze können 40 Kilometer weit schießen. Die Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte an den Waffensystemen soll dem Bericht nach in Deutschland stattfinden.