Berlin - In Treptow-Köpenick gibt es einem Medienbericht zufolge Kritik, nachdem die BVG im Zuge von Bauarbeiten an der Trasse der 68er-Tram Übergänge für Fußgänger entfernt hat. „An fünf Stellen sind die zuvor abgesenkten Bordsteine auf dem Mittelstreifen des Adlergestells durch hohe ersetzt und Betonplatten zwischen den Schienen entfernt worden“, meldet der „Tagesspiegel“.

Die zwischen Karolinenhof und Schmöckwitz erfolgte Maßnahme sorgt demnach für Ärger bei Anwohnern, die spazieren gehen oder aus anderen Gründen an die Dahme möchten. Die BVG nannte auf Anfrage der Zeitung als Grund, Mängel an den rund 40 Jahre alten Gleisen „ließen sich auf offener Strecke leichter erkennen und beheben als unter Platten“.

Im Bezug auf die offiziellen Begründungen sprach der Sprecher des Tourismusvereins Treptow-Köpenick dem Bericht nach von Schwindel und sagte: „Die Spurerweiterungen waren gar nicht auf diesem Abschnitt, sondern in einem Bogen in Karolinenhof, der jetzt erneuert wurde. Dort musste die BVG auf Protest der Bürger hin die herausgerissenen Übergänge wieder einbauen.“ Zudem seien die Platten leicht anzuheben und die Maßnahme aufgrund von Verschlechterungen für Fußgänger und Radfahrer potenziell ein Verstoß gegen das Mobilitätsgesetz.