Die Glaskuppel des Reichstagsgebäudes.
Foto: dpa/Rainer Jensen

Berlin37 Menschen aus dem Bundestag haben sich nach Informationen der „Saarbrücker Zeitung“ seit März mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Zeitung beruft sich auf Angaben der Bundestagsverwaltung.

In den Gebäuden des Parlaments seien rund 10.000 Personen tätig, neben Politikern auch Mitarbeiter von Fraktionen und Verwaltung sowie Dienstleister wie Handwerker. Aus diesem Kreis stammen nach Angaben einer Sprecherin die Infizierten. Das bedeute aber nicht, dass die Ansteckungen vor Ort im Bundestag erfolgten.

Seit Dienstag gilt in den Gebäuden des Parlaments eine Maskenpflicht. Die AfD gab am Donnerstag bekannt, dagegen klagen zu wollen. Der Bundestag will am Freitag zudem eine Neuregelung des Bundeswahlgesetzes verabschieden, um die Aufstellung von Bundestagskandidaten per Briefwahl zu ermöglichen. Bislang schreibt das Gesetz dafür Wahlversammlungen mit persönlicher Präsenz vor. Künftig sollen dafür im Falle von „Naturkatastrophen“ – dazu werden Pandemien gezählt – Ausnahmen möglich sein: Dann soll die Kandidatenkür „in geheimer Abstimmung per Briefwahl“ erfolgen können. Die Vorstellung der Kandidaten kann dann digital vor sich gehen.