WashingtonDas FBI Virginia hat einem Medienbericht zufolge einen Tag vor der Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger vor „Krieg“ und Gewalt durch Extremisten in der US-Hauptstadt gewarnt. Ein internes Dokument, das der Washington Post vorliegt, widerspricht damit einer Erklärung eines hochrangigen Beamten, das FBI hätte keine Informationen gehabt.

Am 6. Januar stürmten Trump-Anhänger gewaltsam das Kapitol. Die Kongresssitzung zur formellen Bestätigung des Ergebnisses der US-Präsidentschaftswahl musste unterbrochen werden. Im Zuge der Ausschreitungen kamen mehrere Menschen ums Leben.

Der FBI-Bericht warnte vor entsprechenden Vorhaben von Leuten, von denen einzelne eine Karte des komplexen Tunnelsystems unter dem Kapitol geteilt haben sollen. Online habe es explizite Androhungen von Gewalt gegeben. Zunächst hatte Steven D'Antuono, ein hochrangiger FBI-Beamter erklärt, es habe keinerlei Informationen zu möglichen Krawallen gegeben. Bei einer Pressekonferenz gab er nun zu, von dem Dokument gewusst zu haben.

Der Chef der Kapitol-Polizei, der bereits seinen Rücktritt erklärte, gab an, nichts von dem Bericht gewusst zu haben. Das FBI versucht aktuell, am Angriff auf das Kapitol Beteiligte zu finden und festzunehmen. Auf sozialen Medien wurde um Hinweise gebeten, mehrere Personen konnten bereits festgenommen werden.