Jugendliche ab 14 Jahren sollen 45 Euro mehr von der Arbeitsagentur bekommen.
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BerlinDie Hartz-IV-Sätze steigen zum Januar laut einem Bericht stärker als bislang bekannt. Grund seien die gestiegenen Preise und Löhne, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Dienstag unter Berufung auf Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums berichteten. Alleinstehende Erwachsene sollen demnach künftig 446 Euro monatlich erhalten – 14 Euro mehr als aktuell. Der Regelsatz für Jugendliche ab 14 Jahren soll um 45 Euro auf 373 Euro steigen.

Ehegatten und Partner sollen dem Bericht zufolge 401 Euro monatlich erhalten und Erwachsene unter 25 Jahren ohne eigenen Haushalt 357 Euro. Zudem soll der Regelsatz für Kinder bis fünf Jahre statt bisher 250 Euro ab 2021 283 Euro betragen.

Das Bundeskabinett hatte im August die Anpassung der Hartz-IV-Sätze zum kommenden Jahreswechsel beschlossen. Zu dem Zeitpunkt war geplant, dass alleinstehende Erwachsene ab Januar 439 Euro und Jugendliche ab 14 Jahren 367 Euro im Monat erhalten sollen. Im August hieß es auch bereits, dass die Regelsätze nach Ermittlung aktueller Zahlen noch angepasst werden sollen.

Die RND-Zeitungen berichteten nun, in den höheren Sätzen seien Entwicklungen bis Juni 2020 einbezogen. Die Änderungen sollen demnach im Lauf des Gesetzgebungsverfahrens über einen Änderungsantrag in den bestehenden Gesetzentwurf eingearbeitet werden.