Berlin - Bei der größten Impfkampagne in der Geschichte der Bundesrepublik soll es jetzt in der Hauptstadt schneller gehen als bisher gedacht. Die Kassenärztliche Vereinigung in Berlin (KV) und Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) glauben, dass die Impfungen gegen das Coronavirus in den Berliner Hausarztpraxen im März oder spätestens im April beginnen können. Das berichtet die Berliner Morgenpost in ihrer Dienstagsausgabe. Die Zeitung zitiert den KV-Landeschef Burkert Ruppert, der diesen Zeitraum nennt.

Kalayci wies am Montag im Gesundheitsausschuss darauf hin, dass im April noch mehr Impfstoff vorhanden sein wird als von den mobilen Teams und in den Impfzentren verbraucht werden kann. Die KV bereitet mit der Gesundheitsverwaltung laut der Morgenpost einen Pilotversuch vor, wonach 100 bis 120 Praxen in Berlin im Frühjahr bei der Impfung den Anfang machen. Ruppert geht davon aus, dass, wenn alle Hausarztpraxen in Berlin über den Impfstoff verfügen, bis zu 90.000 Menschen täglich geimpft werden können. Der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca eigne sich für die Praxen am besten, weil er einfacher zu lagern ist, so Ruppert.

Kalayci versprach im Ausschuss, dass ab nächster Woche die über 70-Jährigen eine Einladung zu einem Impftermin bekommen.