Berlin - Trotz des harten Corona-Lockdowns in Deutschland besucht laut einem Zeitungsbericht derzeit etwa jedes dritte Kita-Kind eine Notbetreuung. Ungeachtet der Appelle der Regierungen der Bundesländer an die Eltern, die Kinder möglichst selbst zu Hause zu betreuen, sei die Inanspruchnahme der Notbetreuung seit Jahresbeginn gestiegen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in seinen Mittwochsausgaben.

Das RND hatte Daten zur Notbetreuung aus allen 16 Bundesländern angefragt. Zwölf Länder lieferten den Zeitungen entsprechende Angaben. Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen und Hessen übermittelten dem RND zufolge keine solche Daten.

Unter den Ländern, die Daten lieferten, seien teilweise deutliche Unterschiede in der Inanspruchnahme der Notbetreuung zu erkennen, berichten die RND-Zeitungen. So sei in Hamburg im Lockdown knapp die Hälfte der Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren in der Notbetreuung der Kitas, in Bayern seien es hingegen nur knapp 20 Prozent.

Die Notbetreuung läuft in Berlin eingeschränkt. Es müssen nun mehrere Kriterien erfüllt werden: Ein außerordentlich dringender Betreuungsbedarf muss vorliegen, zudem muss mindestens ein Elternteil einen systemrelevanten Beruf ausüben. Der Senat hat dazu eine vollständige Liste der systemrelevanten Berufe veröffentlicht.