Berlin - Schüler in der Hauptstadt müssen für ihren Mittleren Schulabschluss (MSA) einem Medienbericht zufolge aufgrund der Corona-Pandemie keine schriftlichen Abschlussprüfungen absolvieren. Die mündlichen Prüfungen sollen aber stattfinden, meldet der Tagesspiegel.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) teilte demnach mit, dass sich Lehrer so besser auf die „Wissensvermittlung im Unterricht“ konzentrieren könnten, „damit die Schüler in dieser besonderen Zeit gute Bildungsabschlüsse machen können“.  Der Wegfall der schriftlichen Prüfungen solle dazu dienen, Unterricht durchzuführen anstatt die Zeit für die Prüfungsvorbereitung nutzen zu müssen. Die betroffenen Fächer sind Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache.

Die Schulleitungen befürworten laut Tagesspiegel die Maßnahme. Derzeit gebe es große Unterschiede zwischen den Schulen in der Frage, wie der Unterricht zu Hause gestaltet werde, so die Zeitung. 2020 habe es ein ähnliches Verfahren gegeben. Durch den Wegfall der schriftlichen Klausuren hätte damals dank besserer Noten mehr Schülern der Zugang zur gymnasialen Oberstufe offengestanden.