Berlin - Der Komiker Mirco Nontschew ist im Alter von 52 Jahren verstorben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag. Zuvor hatte Bild Online unter Berufung auf Nontschews Manager berichtet. Die Zeitung zitierte dazu seinen Manager und Freund Bertram Riedel: „Wir bestätigen den Tod unseres Freundes und Familienmitglieds. Die Familie bittet um Rücksichtnahme in dieser schweren Zeit.“

Die Polizei in Berlin teilte am Samstag auf Anfrage lediglich mit, dass am Freitagnachmittag ein 52 Jahre alter Mann tot in einem Mehrfamilienhaus in Berlin gefunden worden sei. Es wurden demnach Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen, es deute aber bislang nichts auf ein Fremdverschulden hin.

Kollegen trauern um Mirco Nontschew

Nontschew kam 1969 in Berlin (Ost) auf die Welt. Sein Vater stammte aus Bulgarien. Ende der 80er war der agile Nontschew als Breakdancer unterwegs. Hugo Egon Balder wurde damals beim Fernsehsender RTL auf ihn aufmerksam. 1993 wurde er so Ensemble-Mitglied der Comedy-Show „RTL Samstag Nacht“, die mit ihren albernen Sketchen neue Maßstäbe im Fernsehen setzte. Weggefährten waren damals zum Beispiel Wigald Boning, Olli Dittrich, Tanja Schumann, Esther Schweins und Stefan Jürgens.

Darüber hinaus hatte Nontschew etliche Auftritte in anderen Comedyformaten. So war er zum Beispiel auch bei „Die dreisten Drei“, „Willkommen bei Mario Barth“ oder in Ottos Kinofilm „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ zu sehen.

Balder schrieb am Samstag bei Instagram: „Mirco war der erste, der von Jacky und mir als Produzenten von „RTL Samstag Nacht“ ins Team geholt wurde. Ich bin fassungslos, unendlich traurig und jetzt einfach nur stumm.“ Künstlerkollege Tommy Krappweis, der mit Nontschew zusammen bei „RTL Samstag Nacht“ zu sehen war, schrieb bei Twitter: „Gute Reise, Mirco – Make 'em laugh“.

2001 erhielt Nontschew bei Sat.1 seine eigene Sendung „Mircomania“. Später war er auch in der Improvisationscomedy „Frei Schnauze“ bei RTL dabei, danach auch im Sat.1-Comedy-Format „Die dreisten Drei“.

Zuletzt feierte der Komiker sein Comeback in der Show „LOL: Last one Laughing“ von Michael Bully Herbig für den Video-on-Demand-Anbieter Prime Video. Vor kurzem hatte Nontschew, der zweifacher Vater war, dort an der Seite von Kolleginnen und Kollegen wie Anke Engelke, Carolin Kebekus, Hazel Brugger, Christoph Maria Herbst, Abdelkarim und Olaf Schubert die neue Staffel abgedreht, die Anfang 2022 ausgestrahlt werden soll.