Berlin - Bund und Länder wollen den Lockdown offenbar bis Ende März verlängern. Das berichtet der Business Insider vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel am Mittwoch. Zugleich soll es aber noch für diesen Monat eine Öffnungsperspektive geben, die über das hinausgeht, was Bund und Länder Mitte Februar zunächst beschlossen hatten, heißt es in dem Bericht.  

Mitte Februar hatte man sich lediglich auf Öffnungen für Friseure ab 1. März und eine Perspektive für weitere Öffnungen erst ab einer Inzidenz von unter 35 geeinigt. Da diese Grenze bundesweit nicht erreicht werden kann, sind offenbar regionale Lockerungen möglich. Erste Schritte sollen bereits ab einer Inzidenz von 70 möglich sein, heißt es. Welche das sind, sei noch nicht abschließend geklärt. Mehrere Medien berichten am Dienstagabend, dass viele Ministerpräsidenten mit eigenen Ideen in die Bund-Länder-Runde am Mittwoch gehen.

Mehr ist noch nicht bekannt. Zu dem Zeitungsbericht gibt es noch keine Bestätigung der Bundesregierung. Bundesminister Altmaier hat sich dafür ausgesprochen, die ersten Lockerungsschritte schon im März durchzuführen. Die Länderschefs drängen inzwischen auf ein schnelleres Impftempo. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) schlägt vor, die Impfpriorisierung zu verändern und Hausärzten das Impfen zu überlassen. Am Mittwoch startet auch Brandenburg mit einem Modellprojekt: Dass Impfen in fünf Hausarztpraxen soll dann beginnen. Im Laufe des Monats soll die Zahl auf gut 50 Praxen in Brandenburg erweitert werden. Immer mehr Ministerpräsidenten fordern inzwischen, den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca an alle Impfwilligen zu verteilen.