Berlin - Die Bundesregierung muss die für 2022 geplante Rentenerhöhung offenbar nach unten korrigieren. Wie die Bild berichtet, sollten Rentnerinnen und Renter aus dem Westen Deutschlands ursprünglich 4,8 Prozent mehr Rente bekommen. Da die Berechnungen der Bundesregierung für die Lohnentwicklung offenbar jedoch zu optimistisch waren, kassiert sie 0,8 Prozent der geplanten Erhöhung. Ost-Rentnerinnen und -Rentner müssen ein noch höheres Minus verkraften: Statt der geplanten 5,6 Prozent Rentenerhöhung wird es wohl nur eine Steigerung um 4,8 Prozent geben.  

Die Daten gehen laut Bericht aus der Rentenwert-Bestimmungsverordnung des Bundesarbeitsministeriums hervor. Demzufolge haben sich die Einkommen der Arbeitnehmer weniger als prognostiziert gesteigert. Grund dafür ist die Corona-Pandemie: 2020 sind die Löhne erstmals seit 2007 gesunken, heißt es. 

2021 gab es für Ost-Rentnerinnen und -Renter nur eine minimale Erhöhung

Die Renten sind an die Löhne gekoppelt. Daher bekommen Rentnerinnen und Renter die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie nun mit Zeitverzögerung zu spüren. 2021 gab es für West-Renterinnen und -Renter gar keine Erhöhung, Ost-Renterinnen und -Rentner bekamen nur 0,72 Prozent mehr. 

Noch ist nichts entschieden. Erst im kommenden Jahr liegen die Zahlen für die Lohnentwicklung 2021 vor.