Berlin - Der wegen Geschäften mit Corona-Schutzmasken in der Kritik stehende Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein ist aus der CSU ausgetreten. Das teilte Generalsekretär Markus Blume am Montag nach einer Schalte des CSU-Präsidiums mit. Am Montagmittag hatte bereits Parteichef Markus Söder gefordert, dass Nüßlein sein Mandat ebenso wie Nikolas Löbel sofort aufgäbe. Löbel hatte erst an diesem Montag sein Mandat aufgegeben und seinen Austritt erklärt. Nüßlein trat am Montagnachmittag aus der Partei aus, sein Mandat besitzt er zur Stunde aber noch.

Nüßlein soll – ebenso wie der Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Löbel – Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken kassiert haben. Gegen Nüßlein ermittelt die Münchner Generalstaatsanwaltschaft unter anderem wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit sowie Bestechung von Mandatsträgern.