BerlinDie Polizei hat am Mittwochmorgen einem Bericht der „B.Z.“ zufolge einen islamischen Verein und eine Wohnung in Neukölln wegen mutmaßlichem Corona-Hilfen-Betrug durchsucht und dabei mögliche Beweismittel beschlagnahmt.

Demnach waren 90 Beamte im Auftrag der Staatsanwaltschaft im Einsatz, Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) durchsuchten die Räumlichkeiten. Um keine religiösen Gefühle durch das Betreten von Gebetsräumen mit Schuhen zu verletzten, rollte die Polizei vorher mitgebrachte Teppiche aus.

„Wir ermitteln gegen einen 35 Jahre alten Verantwortlichen des Vereins, der im April unberechtigt Hilfen beantragt haben soll“, sagte ein Sprecher der Zeitung. Die Polizei hatte bereits im Juni eine eigene Ermittlungsgruppe für mutmaßlichen Corona-Hilfen-Betrug durch Islamisten und Rechtsextreme eingerichtet.