Bericht: „Reichsbürger-Prinz“ feierte im russischen Konsulat

Der vergangenen Mittwoch festgenommene Heinrich XIII. Prinz Reuß soll gute Verbindungen nach Russland haben.

Heinrich XIII. Prinz Reuß (M.) wurde vergangenen Mittwoch im Rahmen einer bundesweiten Razzia festgenommen. 
Heinrich XIII. Prinz Reuß (M.) wurde vergangenen Mittwoch im Rahmen einer bundesweiten Razzia festgenommen. dpa/Boris Roessler

Unter den am vergangenen Mittwoch nach einer bundesweiten Razzia festgenommenen mutmaßlichen „Reichsbürgern“ war auch der Rädelsführer der Gruppe, Heinrich XIII. Prinz Reuß. Wie die Bild-Zeitung nun berichtet, soll dieser im vergangenen Juni den russischen Nationalfeiertag im russischen Generalkonsulat in Leipzig gefeiert haben.

Die Freundin des Prinzen, Vitalia B., sei russische Staatsbürgerin und soll ein Treffen im Generalkonsulat vermittelt haben. Laut Sicherheitskreisen soll Vitalia B. ebenfalls eine Unterstützerin der „Reichsbürger“ sein.

Experten halten Russland-Verbindungen für möglich

Der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Günter Krings, sagte gegenüber der Zeitung: „Mitglieder der mutmaßlichen terroristischen Vereinigung, der die Razzia galt, suchen offenbar gezielt die Nähe Russlands und Kontakte zu russischen Vertretern in Deutschland.“ Er fordert die Aufklärung mutmaßlicher Verbindungen. 

Auch Jakub Janda vom tschechischen European Values Center for Security Policy hält Verbindungen Russlands zur deutschen „Reichsbürger“-Szene für möglich. „Russland nutzt seine Sicherheitsdienste seit Jahren, um Verbindungen zu Anti-Establishment-Bewegungen im Westen aufzubauen“, so Janda gegenüber der Bild-Zeitung.