Bericht: Russland verwendet jahrzehntealte Munition

Einem Insider zufolge greifen die russischen Streitkräfte auf alte Munitionsbestände zurück.

Ein russischer Rekrut während einer Schießübung in Stawropol. Berichten zufolge nutzt die russische Armee auch veraltete Munition.
Ein russischer Rekrut während einer Schießübung in Stawropol. Berichten zufolge nutzt die russische Armee auch veraltete Munition.dpa/ZUMA Press Wire/Ivan Vysochinsky

Die schweren Kämpfe um die Ortschaften Bachmut und Awdijiwka im Donbass dauern nach Angaben aus Kiew an. Dort seien mehrere Vorstöße russischer Truppen abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab am Montagabend mit. Aus Cherson im Süden der Ukraine wurden mehrere Angriffe mit russischen Mehrfachraketenwerfern gemeldet. Dort habe es Tote und Verletzte gegeben, hieß es. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Bei mehreren Angriffen der ukrainischen Luftstreitkräfte und der Rohr- und Raketenartillerie seien russische Truppen und auch Panzerfahrzeuge ins Visier genommen worden, hieß es weiter aus Kiew. Allerdings machten die Militärs keine näheren Ortsangaben.

Gerüchte um neue Gegenoffensive der Ukraine

Russland verwendet dabei nach Angaben aus US-Militärkreisen inzwischen auch minderwertige, jahrzehntealte Munition mit hohen Versagerquoten. Dies berichtete der Spiegel. „Sie haben auf ihre alternden Munitionsbestände zurückgegriffen“, sagte ein hochrangiger Insider, der namentlich nicht genannt werden wollte. Zum Teil sei die Munition mehr als 40 Jahre alt. Auch diese Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. 

Derzeit gibt es Medienberichte über eine mögliche neue Gegenoffensive der Ukraine in der Region Saporischschja. In der Region um die ukrainische Stadt Huljajpole gab es zuletzt heftige Gefechte. Forbes sieht dies als Zeichen, dass trotz des bevorstehenden Winters eine vierte Gegenoffensive der Ukraine nahen könnte. Der sogenannte „linke Haken“ könnte zum Ziel haben, einen Großteil des Südens der Ukraine von russischen Truppen zu befreien und die ukrainischen Truppen bis kurz vor die Halbinsel Krim zu bringen.