FrankfurtDie Vermögensungleichheit in Deutschland ist laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) unter jungen Menschen besonders stark ausgeprägt. Die FAS beruft sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamts, die vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) ausgewertet wurden.

Während die obersten zehn Prozent der Haushalte unter 30 Jahren demnach über ein Nettovermögen von durchschnittlich 70.000 Euro verfügen, kämen die Haushalte der Unter-30-Jährigen im Mittel auf lediglich 5000 Euro. Auch in der Altersgruppe zwischen 30 und 34 Jahren liegt das mittlere Nettovermögen laut dem Bericht nur bei 17.800 Euro.

Bei den Unter-35-Jährigen liegt der sogenannte Gini-Koeffizient der Vermögensverteilung bei 0,85. Ab 45 Jahren sinkt die Ungleichheit dann etwas und der Gini-Index liegt bei rund 0,65. Ein Gini-Koeffizient von 1 würde bedeuten, dass eine Person sämtliches Vermögen besitzt.

Paare haben der Analyse zufolge mehr als doppelt so viel Vermögen wie Singles. „Paare entschließen sich wahrscheinlich eher dazu, ein Haus zu kaufen, zumal wenn sie auch noch Kinder haben“, sagte Judith Niehues, Ökonomin am IW, der FAS. Das Abbezahlen der Hypothek ist laut des Berichts in vielen Haushalten eine große, konstante Rate, die das Nettovermögen mit der Zeit erhöht.