Neuer Rassismus-Vorfall bei der Polizei Berlin

Ein Wachleiter soll zu einem dunkelhäutigen Beamten gesagt haben: „Na, überlegst du, was die Brötchen in Afrika kosten?“ Er hat sich entschuldigt. Gegen ihn ermittelt wird trotzdem.

Polizisten bei einem Einsatz in Berlin.
Polizisten bei einem Einsatz in Berlin.imago/Andreas Gora

Es gibt einen weiteren Rassismus-Vorfall bei der Polizei Berlin. Sie ermittelt in den eigenen Reihen wegen eines fremdenfeindlichen Vorfalls. Ein Mitarbeiter sei einem Medienbericht zufolge von einem Vorgesetzten aufgrund seiner Hautfarbe beleidigt worden. „Erste dienstliche Konsequenzen wurden bereits gezogen“, bestätigte eine Pressesprecherin der Berliner Zeitung den Vorfall vom 10. September.

Laut dem Bericht soll der dunkelhäutige Mitarbeiter im September vor einer Info-Tafel in einer Dienststelle in Schöneberg gestanden haben. Dem Vorgesetzten wird jetzt vorgeworfen, gesagt zu haben: „Na, überlegst du, was die Brötchen in Afrika kosten?“ Der diskriminierte Polizist habe zunächst nicht reagiert. Andere Kollegen hätten den Vorgesetzten auf sein Verhalten angesprochen. 

Rassismus: Andere Polizeikollegen stellten den Wachleiter zur Rede

Die Sprecherin teilte auf Anfrage der Berliner Zeitung zu dem Vorfall weiter mit: „Eine ebenfalls anwesende Führungskraft erkundigte sich unmittelbar danach nach dem Be- und Empfinden des betroffenen Mitarbeiters, konfrontierte den Wachleiter mit seinem Fehlverhalten und stellte klar, dass diskriminierendes Verhalten in der Polizei Berlin nicht geduldet wird.“

In einem dann anschließenden Gespräch zu dritt habe sich der Wachleiter entschuldigt und habe danach erläutert, dass ihm diskriminierendes Verhalten fernliege.

Die Sprecherin der Polizei Berlin erklärte weiter: „Darüber hinaus wurde der Betroffene auf Beratungs- und Hilfsangebote aufmerksam gemacht. Von der Führungskraft wurde  der Sachverhalt anschließend schriftlich dokumentiert und dem Dienstvorgesetzten vorgelegt.“