Berichte: Putins Atomzug fährt in Richtung Westen

Aufnahmen eines Zuges, der in Richtung Ukraine unterwegs ist, versetzen derzeit Experten in Sorge. Er könnte Nuklearmunition an Bord haben.

Russlands Präsident Wladimir Putin blickt durch ein Fernglas.
Russlands Präsident Wladimir Putin blickt durch ein Fernglas.AP/Sergei Savostyanov

Ein in Zentralrussland gesichteter Zug hat für neue Spekulationen über eine mögliche nukleare Eskalation des Ukraine-Kriegs gesorgt. Wie etwa die New York Times berichtet, sei ein Zug der geheimen Nuklearabteilung Russlands in Richtung Westen unterwegs. Videoaufnahmen des Zuges kursierten im Netz, die von dem prorussischen Kanal „Rybar“ über den Nachrichtendienst Telegram verbreitet worden seien.

Konrad Muzyka, ein in Polen ansässiger Verteidigungsexperte, sagte dem Bericht zufolge auf Twitter, dass der in Zentralrussland gesichtete Zug mit der 12. Hauptdirektion des russischen Verteidigungsministeriums in Verbindung stehe. Diese sei „für die Lagerung, die Wartung, den Transport und die Ausgabe von Nuklearmunition an die Einheiten verantwortlich“.

Atom-U-Boot Belgorod hat offenbar Stützpunkt verlassen

Laut Muzyka müsse die Verlegung von schwerem militärischen Gerät, das zu atomwaffenfähigen Einheiten gehöre, jedoch nicht unbedingt bedeuten, dass ein Angriff mit Atomwaffen bevorstehe. Wie er der gegenüber der Daily Mail erklärt, könne es jedoch ein Signal an den Westen sein, dass Russland „den Konflikt eskaliere“. Auch könne der Zug Hinweise auf eine Abschreckungsübung im Oktober geben.

Zuvor hatte die Nato ihre Mitgliedstaaten gewarnt, dass das hochmoderne russische Atom-U-Boot Belgorod seinen Stützpunkt im Weißen Meer verlassen habe.