Lissabon - Der 18-jährige Sohn des ehemaligen Fußballprofis und deutschen Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack ist bei einem Unfall in Portugal gestorben. Dies berichteten zunächst portugiesische Medien. Der Sohn, Emilio, kam demnach bei einem Quad-Unfall ums Leben. Auch Michael Ballacks früherer Fußballverein, der FC Chelsea, hat die Tragödie inzwischen bestätigt und der Familie seine Anteilnahme bekundet.

Bayern und Leverkusen: Ballacks ehemalige Vereine kondolieren

„Diese Nachricht ist ein großer Schock für die gesamte FC Bayern-Familie und für mich persönlich. Ich kenne und schätze Michael seit mehr als 20 Jahren, es tut mir unfassbar leid für ihn und seine Familie. Ich wünsche ihnen jetzt alle Kraft der Welt“, sagte Herbert Hainer von Ballacks Ex-Klub Bayern München. Auch der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn ist „zutiefst erschüttert“.

Anteil nahm auch Ballacks ehemaliger Verein Bayer Leverkusen. „Wir trauern um den Jungen und fühlen mit Michael und Simone“, sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler: „Wir alle hier bei Bayer 04 wünschen der ganzen Familie Ballack unglaublich viel Kraft.“ Emilio war einer von drei Söhnen, die aus der Ehe von Michael Ballack und seiner Ex-Frau Simone hervorgingen.

Der 18-Jährige soll noch am Unfallort gestorben sein

Das tödliche Unglück soll sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 2.10 Uhr in Troia südlich von Lissabon ereignet haben. Es habe einen Feuerwehreinsatz und Rettungsversuche gegeben, heißt es. Wie der britische Mirror berichtet, starb der 18-Jährige noch am Unfallort, nachdem das Quad ihn unter sich begraben hatte.

„Der Unfall ereignete sich auf dem Grundstück der Familie. Der Quad-Fahrer war auf keiner öffentlichen Straße und nur sein Fahrzeug war an dem Unfall beteiligt“, berichtet der Mirror unter Berufung auf Einsatzkräfte. „Das Quad befand sich auf unebenem Gelände. Derzeit sieht es so aus, als sei es rückwärts gerollt, sodass es umgefallen ist und das Opfer dabei zerquetscht hat“, heißt es weiter.

Angehörige werden psychologisch betreut

Einsatzkräfte sollen am Unfallort noch versucht haben, den jungen Mann zu reanimieren. Angehörige und Familienmitglieder, die sich zum Unfallzeitpunkt im Anwesen befanden, würden nun psychologisch betreut.

Die Leiche des 18-Jährigen soll zur Obduktion in das Institut für Gerichtsmedizin in der Stadt Santiago de Cacem südlich der Unfallstelle gebracht worden sein.