Berlin - Die Berliner AfD zieht mit Kristin Brinker als Spitzenkandidatin in die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September. Während einer Wahlversammlung in Berlin-Biesdorf (Marzahn-Hellersdorf) votierten am Samstag 89,5 Prozent der Delegierten für die Berliner Landesvorsitzende. Brinker erhielt 213 von 238 abgegebenen Stimmen. Es gab 23 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen.

Die 49-jährige Brinker ist seit 2016 Mitglied des Abgeordnetenhauses und Haushaltsexpertin der Partei. An der Spitze des Landesverbands steht sie erst seit Mitte März. Bei einem Parteitag setzte sie sich damals im vierten Wahlgang gegen die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch durch.

Bei der Abgeordnetenhauswahl im September 2016 zog die AfD mit 14,2 Prozent der Zweitstimmen in das Abgeordnetenhaus ein. Damals war Fraktionschef Georg Pazderski Spitzenkandidat der Berliner AfD. Die Partei ist im Landesparlament als fünftstärkste von sechs Fraktionen mit 22 Abgeordneten vertreten.

Um das Gelände protestierten zahlreiche Menschen mit Kundgebungen gegen die Rechtspopulisten. Die Polizei sicherte die Wahlversammlung mit einem großen Aufgebot.