Berlin - Klimaaktivisten haben angekündigt, am Samstag, den 5. Juni, den Ausbau der Stadtautobahn A100 zwischen Neukölln und Treptow zu blockieren. Das teilte das Aktionsbündnis „Sand im Getriebe“ am Montagmorgen mit. Mit der Aktion fordern die Klimaschützer den sofortigen Baustopp der A100 und aller Autobahn-Projekte in Deutschland.

Laut Lou Winters, Pressesprecherin von „Sand im Getriebe“, sei die Stadtautobahn ein „Klimakiller-Projekt“, das auch noch eine „Schneise der Verwüstung“ durch die Stadt schlage. Dabei zerstöre die A100 Clubs, Parks und Wohnräume. Berlin brauche stattdessen mehr Freiräume, Fahrradwege und öffentlichen Nahverkehr. „Mit hunderten Menschen blockieren wir am 5. Juni den Ausbau der A100 und holen uns unsere Stadt zurück.“, so Winters.

„Das teuerste Autobahn-Projekt Deutschlands“

Weiter heißt es vom Bündnis, der geplante Weiterbau der A100 sei das teuerste Autobahn-Projekt Deutschlands. Jeder Meter neue Autobahn würde knapp 200.000 Euro kosten. Parallel zur Blockade findet um 12 Uhr eine Fahrrad-Demonstration der Bürgerinnen-Initiative „A100 stoppen“ zusammen mit Fridays for Future, Changing Cities und anderen Gruppen statt.

Die Aktionen sind Teil eines Protest-Wochenendes, bei dem bundesweit an mehr als 50 Orten Aktionen gegen den Bau von Autobahnen und Bundesstraßen stattfinden. Für den 3. Juni organisiert „Sand im Getriebe“ ein öffentliches Training für Aktivistinnen und Aktivisten auf dem Tempelhofer Feld.

Die A100 soll von Neukölln zur Straße Am Treptower Park in Richtung Friedrichshain ausgebaut werden, um den Berliner Osten besser an die Stadtautobahn anzubinden. Die Verlängerung der A100 ist stark umstritten.