Berlin - In Berlin verursachen die Autofahrer viele und teure Schäden – die Hauptstadt hat erneut die schlechteste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung. „Dort waren die Schäden mehr als ein Drittel höher als im Bundesdurchschnitt“, erklärte am Donnerstag der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). 30 Prozent niedriger als im Schnitt dagegen war die Schadenbilanz in der Prignitz in Brandenburg. Der GDV berechnet jährlich die Schadenbilanzen für die 413 Zulassungsbezirke in Deutschland.

Generell ist demnach die Schadenbilanz in Großstädten und in Teilen Bayerns am höchsten. Die Schadenbilanz – ausschlaggebend sind die Versicherungsleistungen für Dritte nach Unfällen – bestimmt die Einteilung in Regionalklassen. Entscheidend ist dabei nicht, wo ein Schaden entstanden ist, sondern in welchem Zulassungsbezirk der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat.

Kfz-Haftpflichtversicherung: Ab 2022 höhere Regionalklassen für Autofahrer 

Im kommenden Jahr ergeben sich laut GDV für 56 Bezirke und rund fünf Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer höhere Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. 52 Bezirke und rund 4,2 Millionen Autofahrer profitieren dagegen von besseren Regionalklassen. Für die weiteren 305 Bezirke und rund 32,8 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleibt es bei der Einteilung des Vorjahres.

Grundsätzlich gilt: Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen, wie der GDV betonte.