Nach dem Tod einer Autofahrerin steht ein Berliner Revierförster wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Um den Fall zu klären, verhandelte das Amtsgericht Tiergarten am Dienstag unter freiem Himmel in der Nähe der Unglücksstelle im Berliner Grunewald. Dabei erläuterten zwei Sachverständige ihre Auffassung dazu, ob eine Schädigung des Baumes im Februar 2019 zu Sicherungsmaßnahmen hätte führen müssen. Sie kamen allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätte der Unfall vermieden werden können. Der 42 Jahre alte Förster soll im Februar 2019 die Kontrolle an der Königsallee nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt haben und so bei einem Baum die Umsturzgefahr verkannt haben. Am 28. Oktober 2019 stürzte der etwa 100-jährige Spitzahorn dann auf das Auto der Frau.

Nach damaligen Angaben der Polizei erlitt die 40 Jahre alte Frau schwere Kopfverletzungen. Sie starb später in einem Krankenhaus. Ihr Ehemann, der ebenfalls im Wagen saß, wurde leicht verletzt. Er tritt als Nebenkläger auf. Das Verfahren war zunächst eingestellt worden. Auf Beschwerde der Angehörigen wurde es wieder aufgenommen. Die Verhandlung wird am 1. März im Gericht fortgesetzt.