Vor dem Berliner Landgericht beginnt am Freitag ein Berufungsprozess gegen die notorische Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Die inzwischen 93-Jährige wurde in den Jahren 2017 und 2020 in zwei Verfahren wegen Volksverhetzung verurteilt, legte dagegen jedoch Berufung ein. Beide Verfahren wurden am Landgericht zu einem Berufungsverfahren zusammengeführt. Angesetzt wurden insgesamt vier Termine bis zum 1. April.

Die erste Verurteilung erfolgte, weil Haverbeck 2016 auf einer öffentlichen Veranstaltung in einer Berliner Gaststätte mehrfach den Holocaust geleugnet haben soll. Dafür verhängte das Amtsgericht Tiergarten 2017 eine sechsmonatige Haftstrafe. 2018 soll Haverbeck zudem in einem im Internet veröffentlichten Interview den Holocaust erneut geleugnet haben. Deswegen verurteilte sie das Amtsgericht Tiergarten im Jahr 2020 zu einem Jahr Haft. Haverbeck wurde auch andernorts in Deutschland bereits verurteilt und saß zwischen 2018 und 2020 zweieinhalb Jahre lang in Bielefeld in Haft.