Berlin - Die Spitzenkandidatin der Grünen in Berlin, Bettina Jarasch, findet die Corona-Regelungen des Berliner Senats in Teilen zu streng. Jarasch fordert den Senat nun aufgefordert, die Regeln in Hinblick auf Sport für Jugendliche zu ändern. Sie fände es falsch, dass Berlin „ausgerechnet bei Angeboten für Kinder von den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz abweicht“, sagte die Grünen-Politikerin. Bei den Beratungen zwischen Bund und Ländern war eine Altersgrenze von 14 Jahren für Lockerungen beim gemeinsamen Sport besprochen worden. In Berlin wurde die Altersgrenze bei 12 Jahren festgelegt.

Der Senat hatte in der vergangenen Woche entschieden, dass Sport im Freien in festen Gruppen von bis zu 20 Kindern bis zwölf Jahren erlaubt ist. Gerade Kinder und Jugendliche sind laut Jarasch aber während der Pandemie „in ihrem körperlichen und psychischen Wohlbefinden stark beeinträchtigt“.

Innensenator Andreas Geisel sollte deshalb„ der bundesweiten Linie folgen und älteren Kindern von 13 bis 14 die gleichen Möglichkeiten beim Team-Sport einräumen wie jüngeren Kindern“, sagt Jarasch.

Weiterhin fordert die Spitzenkandidatin der Grünen, dass „der Senat zügig eine Selbst- und Schnellteststrategie zur Pandemie-Bekämpfung für den Sport“ entwickelt und „Vereine wie private Anbieterinnen und Anbieter bei der Umsetzung finanziell unterstützt“.