Berlin - Die Hauptstadt startet in den Samstag mit zunächst dichteren Wolkenfeldern. Diese lösen sich jedoch im Tagesverlauf immer weiter auf und machen Platz für die Sonne, so ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Temperaturen erreichen bis zu 13 Grad. In der Nacht auf Sonntag bleibt es frostfrei mit Tiefsttemperaturen um die 3 Grad. In Bodennähe kann es kalte Luft und Reifablagerungen geben. Der Sonntag setzt den Samstagstrend fort: weniger Wolken, mehr Sonne und Höchstwerte bis zu 15 Grad.

Auch in Brandenburg lösen sich die Wolkenfelder am Samstag unter dem Einfluss eines Hochdruckgebiets im Tagesverlauf immer weiter auf und lassen die Sonne durch. „Je weiter westlich, desto höher die Temperaturen“, sagte ein Sprecher des DWD am Morgen. In der Uckermark sind demnach Höchstwerte von bis zu 10 Grad zu erwarten, während die Temperaturen in der Südwesthälfte auf bis zu 14 Grad klettern. Die Nacht auf Sonntag bleibt noch leicht bewölkt und bringt etwas Frost in Bodennähe. Tiefstwerte liegen zwischen 4 und 0 Grad. Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre: Die Temperaturen steigen in Brandenburg auf bis zu 17 Grad im Südwesten. In der Uckermark bleibt es etwas kühler bei 12 bis 13 Grad.

Deutschlandweit könnte am Wochenende zum ersten Mal in diesem Jahr in Deutschland die 20-Grad-Marke geknackt werden. Laut der Prognose des DWD vom Freitag dürfen sich die Menschen teilweise auf Grillwetter einstellen. 

Warmes Wetter ist Gefahr für Moorfrösche

Viele freuen sich über die Sonne in diesen Tagen, doch für die Moorfrösche bringen die wärmenden Strahlen derzeit eine große Gefahr mit sich. „Als Erste wagen sie sich aus ihren Winterquartieren und kommen gleich in Todesgefahr durch den Straßenverkehr“, sagte Rainhard Baier vom Naturschutzbund Brandenburg. Die Naturschützer kümmern sich ehrenamtlich um Amphibien und Reptilien.

Da der Boden noch tief vereist sei, könnten die Fanggefäße nicht in die Erde gebracht werden, sagte Baier. Darin werden die Moorfrösche eingesammelt, um zu verhindern, dass sie überfahren werden, sollten sie die Straße überqueren. Sie seien auf der Suche nach Laichgewässern und Paarungspartnern. „Bislang können wir den Tieren auf ihrem Weg nicht helfen. Der Boden müsse erst auftauen“, sagte Baier. Der Tod zahlreicher der geschützten Tiere im Straßenverkehr sei vorhersehbar. Wenn die Krötenzäune und Gefäße im Boden platziert sind, fallen die Moorfrösche und andere Amphibien hinein. Helfer können sie dann sicher über gefährliche Verkehrsweg tragen und wieder aussetzen.

Auch andere Frösche sowie Kröten, Molche und Unken erwachen langsam aus dem Winterschlaf. „In den kommenden Wochen wird das Paarungsgeschehen deutlich an Fahrt aufnehmen“, sagte Sascha Schleich, Sprecher des Nabu-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik, der sich für den Schutz von Fischen, Lurchen und Kriechtieren einsetzt. Der Naturschutzbund appellierte an Autofahrer, auf Amphibienwanderstrecken höchstens 30 Kilometer je Stunde zu fahren. Das könne vielen Tieren das Leben retten.