Berlin: BVG-Beschäftigte bekommen wohl mehr Geld 

Der Kommunale Arbeitgeberverband bot mehr Lohn und eine Verkürzung der Arbeitszeit an. Auf jede Forderung der Mitarbeiter könne man aber nicht eingehen.

Schon mehrfach gingen die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) für mehr Lohn auf die Straße.
Schon mehrfach gingen die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) für mehr Lohn auf die Straße.Imago/Christian Mang

Berlin-Für die rund 15.700 Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ihrer Tochter Berlin Transport haben am Donnerstag Tarifverhandlungen begonnen. Der Kommunale Arbeitgeberverband bot mehr Entgelt an und bekundete den Willen, für seit 2005 Eingestellte die Arbeitszeit stufenweise zu kürzen. Das Gesamtforderungspaket der Gewerkschaft Verdi sei jedoch nicht finanzierbar, hieß es. Der Verband verwies auf den Rückgang der Umsätze in der Pandemie. Konkrete Zahlen zum Arbeitgeberangebot wurden nicht genannt. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 12. Oktober geplant.

Beim Tarifabschluss 2019 konnte die Gewerkschaft in Deutschlands größtem kommunalen Nahverkehrsunternehmen mit Hilfe mehrerer Warnstreiks noch Entgeltsteigerungen von acht Prozent herausholen. Nach Auslaufen des Vertrags 2020 verständigten sich beide Seiten auf Corona-Prämien und verschoben die weiteren Verhandlungen wegen der Pandemie.

Verdi war schon im vergangenen Sommer unter anderem dafür angetreten, für alle BVG-Beschäftigten eine Wochenarbeitszeit von 36,5 Stunden zu vereinbaren. Bislang gilt diese nur für etwa die Hälfte der Mitarbeiter. Die übrigen, seit 2005 eingestellten Kollegen müssen 39 Stunden arbeiten.