Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Sharing-Anbieter Tier haben in dieser Woche ein Pilotprojekt gestartet, bei dem eine neue Form des Schienenersatzverkehrs getestet werden soll. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, sollen zusätzlich zu den Ersatzbussen auch E-Scooter und E-Bikes bereitstehen.

Die BVG baut derzeit an der Straßenbahnstrecke in Weißensee. Von Montag, 11. April, bis einschließlich Sonntag, 8. Mai, werden die Arbeiten zwischen Lindenallee und Indira-Gandhi-Straße fortgeführt. Das hat vor allem Auswirkungen auf die Strecke zwischen den Haltestellen Sulzfelder Straße und Antonplatz. Die BVG will dort nun ergänzend zu den üblichen Ersatzbussen ein zusätzliches Angebot mit E-Scootern erproben, so BVG-Sprecher Markus Falkner. „Die Idee ist, damit trotz Bauarbeiten noch mehr Fahrgäste an die BVG zu binden, sodass weniger aufs Auto ausweichen.“ Insgesamt sollen 120 Fahrzeuge für die Fahrgäste bereitstehen.

Nutzen von E-Scootern kostet extra

Die BVG und der Sharing-Anbieter Tier arbeiten bereits seit längerer Zeit bei der Mobilitätsplattform „Jelbi“ zusammen. Über die App können Sharing-Fahrzeuge verschiedener Anbieter gemietet und auch Tickets für Busse und Bahnen gekauft werden. Zusätzlich gibt es inzwischen berlinweit 14 Jelbi-Stationen und kleinere Jelbi-Punkte, an denen die unterschiedlichen Fahrzeuge zu finden sind und wieder abgegeben werden können.

Mit einer normalen Fahrkarte für den Nahverkehr ist die Nutzung der Sharing-Fahrzeuge im Ersatzverkehr nicht abgedeckt: E-Scooter und E-Bikes kosten bei Tier einen Euro Aktivierungsgebühr und weitere 19 Cent pro Minute. Zudem wird auf der Website von „Jelbi“ auf das korrekte Parken hingewiesen. Immer wieder gibt es Probleme mit von E-Scootern zugestellten Rad- oder Gehwegen.