Berlin - Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hauptstadt ist am Freitagmorgen nur leicht gestiegen. Der Wert liegt bei 83,8 – am Donnerstag hatte er 83,2 betragen. Den Berliner Gesundheitsämtern sind innerhalb der letzten 24 Stunden 533 neue Ansteckungen mit Sars-Cov-2 gemeldet worden. Es gab zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Unter den Berliner Bezirken ist das Infektionsgeschehen derzeit in Neukölln am höchsten, dort wird eine Inzidenz von 126,4 angegeben. Diese Zahlen sind dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) entnommen.

Deutlicher angestiegen ist dagegen die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen: Sie kletterte auf über 80. Wie das RKI am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, liegt die Inzidenz nun bei 80,2 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Donnerstag hatte sie noch 76,9 betragen und am Freitag vergangener Woche 70,3.

Bundesweit 14.251 Neuinfektionen – Zahl der Genesenen bei über 3 Millionen

Binnen 24 Stunden wurden 14.251 Neuinfektionen gemeldet. Am Vortag hatte die Zahl bei 13.715 gelegen. 45 weitere Menschen starben den Angaben zufolge im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Damit beträgt die Opferzahl in Deutschland seit Beginn der Pandemie nun 92.301, insgesamt wurden laut RKI 3.984.353 Ansteckungen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen. Die Zahl der Genesenen beträgt laut RKI rund 3.757.600. Die Inzidenz steigt seit Wochen kontinuierlich an. Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI inzwischen am Beginn der vierten Corona-Welle.

Bislang gilt die Sieben-Tage-Inzidenz als der entscheidende Richtwert, an dem sich die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern orientieren. Dies soll sich aber ändern: Die Bundesregierung bereitet derzeit eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, der zufolge künftig anstelle des Inzidenzwertes die Auslastung der Krankenhäuser die zentrale Rolle spielen soll.