BerlinBei hohen Corona-Inzidenzwerten müssen Christen im Erzbistum der Hauptstadt künftig auf katholische Gottesdienste verzichten. Wie das Erzbischöfliche Ordinariat in Berlin mitteilte, werden öffentliche Gottesdienste abgesagt, wenn die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Menschen bei 200 oder höher liegt und die Behörden von Landkreisen, kreisfreien Städten oder von Berlin dies entsprechend mitteilen. 

Für eine Übergangszeit könnten Gottesdienste dann nur noch gefeiert werden, wenn eine Absage mit entsprechendem zeitlichen Vorlauf nicht möglich war, hieß es. Die Kirchen sollen den Angaben zufolge aber nicht geschlossen werden, sondern für Gebet und Seelsorge über einen längeren Zeitraum geöffnet bleiben.

Bei der evangelischen Kirche gibt es bisher keine Festlegung. „Die Gemeinden entscheiden eigenverantwortlich, ob in ihren Kirchen Gottesdienste stattfinden“, sagte eine Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Diese würden ihre Entscheidungen sehr verantwortungsbewusst treffen. Es habe auch bereits Fälle gegeben, in denen Gemeinden Gottesdienste abgesagt oder an andere Orte beziehungsweise ins Internet verlegt hätten.