Berlin - Die Corona-Schnelltests in Berlin sollen für bedürftige Menschen kostenfrei bleiben. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) am Montag im RBB-Inforadio an. „Das wollen wir berlinweit machen“, sagte er mit Blick auf die Ankündigung Neuköllns, in dem Bezirk so zu verfahren. „Weil wir an der Stelle sagen, es gibt eben doch Personenkreise, für die 12 oder 15 Euro sehr viel sind.“ Deshalb würden Empfänger von Transferleistungen von der seit Montag bundesweit geltenden Regelung, nach der Schnelltests kostenpflichtig sind, ausgenommen.

Das Ende der kostenlosen Schnelltests geht auf einen Bund-Länder- Beschluss vom August zurück. Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit den Steuerzahler nicht länger erforderlich, argumentiert das Bundesgesundheitsministerium.

Generelle Ausnahmen gibt es für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Ausnahmen oder Übergangsregelungen gelten auch für Kinder unter zwölf Jahren, Schwangere und Stillende.

Kosten für einen Schnelltest zwischen zwölf und 19 Euro

Matz geht davon aus, dass die Tests bei privaten Anbietern etwa zwölf bis 19 Euro kosten werden. In jedem Bezirk arbeite auch eine staatliche Teststelle, wo sich diejenigen Menschen, die nicht zahlen müssen, testen lassen können.

Matz rechnet nach eigenen Worten nicht damit, dass infolge der neuen Regeln deutlich weniger Tests durchgeführt werden als bisher. In den Schulen werde weiter regelmäßig getestet, und vor Veranstaltungen und überall da, wo der Zutritt für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) gelte, seien die Tests erforderlich. Matz verwies auf Alternativen: „Es gibt für jeden und jede die einfachere Möglichkeit, sich impfen zu lassen.“