Berlin - Trotz Regenschauern haben mehr als Tausend Menschen nach Veranstalterangaben in Berlin für eine Änderung der Wohnungspolitik demonstriert. „Wir hatten 1500 angemeldet – es könnten etwas mehr geworden sein“, sagte ein Sprecher des Bündnisses gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn. Ein dpa-Reporter sprach von „Hunderten Teilnehmern“, die Polizei von einer „mittleren dreistelligen Zahl zum Start der Demo“. Der Protestzug im Rahmen des europaweiten Aktionstages „Housing Action Day 2021“ zog vom Alexanderplatz über den Moritzplatz zum Kreuzberger Mariannenplatz.

Die Demonstranten zeigten Plakate mit Slogans wie „Gute Wohnungen für alle“, „Die Häuser denen, die drin wohnen“ und „Deutsche Wohnen enteignen“. Ordner trugen Leuchtwesten mit dem Hinweis „Maske und Abstand“, woran sich laut dpa-Reporter nahezu alle hielten. Die Polizei war demnach deutlich sichtbar präsent. „Es ist bisher alles friedlich“, sagte eine Polizeisprecherin nach dem Start der Demonstration am Mittag.

Bündnis fordert Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen

Das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn fordert unter anderem den Stopp der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, die Senkung der Mieten und die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen. In einem Aufruf des Berliner Mietervereins hieß es: „Wir brauchen sozial und ökologisch lebendige Städte – ohne Armut, Wohnungslosigkeit und Diskriminierung – mit Wohnungen zu leistbaren Mieten für alle.“ Auch in Hamburg, Köln, Frankfurt am Main, Leipzig und Potsdam waren ähnliche Aktionen geplant.