Doppelmoral? Jarasch kommt zu Fahrradtermin mit dem Auto

Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch fährt zur Einweihung eines Fahrradstreifens medienwirksam Fahrrad. Danach setzt sie sich wieder in den Dienstwagen – mit Chauffeur.

Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) muss sich den Vorwurf der Doppelmoral gefallen lassen.
Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) muss sich den Vorwurf der Doppelmoral gefallen lassen.imago/Political-Moments

Die grüne Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Bündnis 90 die Grünen) gerät in die Kritik, weil sie zur Einweihung eines Fahrradstreifens in Berlin-Tempelhof am Freitag mit dem Dienstwagen gekommen war. Für die Pressefotos setzte sie sich zusammen mit Stadträtin Saskia Ellenbeck (ebenfalls Grüne) aufs Rad, um den Streifen zu testen. Danach ging es mit Chauffeur im Dienstwagen weiter.

Freitagabend und am Samstag kocht die Diskussion in den sozialen Medien hoch. Viele werfen den Berliner Grünen Doppelmoral vor. Nach dem Motto: Mit dem neuen Mobilitätsgesetz wollen sie, dass mehr Menschen auf das Auto verzichten. Dabei ziehen sie selbst das Auto dem Fahrrad vor. Jarasch sagte der Bild/B.Z. auf die Frage, warum sie mit dem Auto gekommen sei: „Wenn ich alle Termine mit dem Fahrrad machen würde, könnte ich nur die Hälfte davon wahrnehmen.“ Sie habe „Termindruck“.