Berlin - Gut zwei Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gehen am Dienstag (10 Uhr) die Sondierungsgespräche im Dreierformat weiter. In der SPD-Landesgeschäftsstelle treffen sich die Unterhändler der Sozialdemokraten, der Grünen und der Linken. Die drei Parteien regieren seit 2016 zusammen.

Für das Gespräch über eine mögliche neue Regierungsbildung sind etwa fünf Stunden vorgesehen. Es kann aber auch länger dauern, wie das Treffen von SPD, Grüne und FDP am Montag zeigte. Erst nach rund siebeneinhalb Stunden gingen die Beteiligten auseinander – ohne sich zu Details zu äußern.

Die SPD-Landesvorsitzende und designierte Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass ihre Partei nach zahlreichen bilateralen Gesprächen in den zwei Dreierformaten weiter sondieren will. Gleichzeitig hatte sie deutlich gemacht, dass sie eine Präferenz für eine Ampelkoalition mit Grünen und FDP habe. Die Grünen sind hingegen für eine Fortsetzung der bisherigen Dreierkoalition mit SPD und Linken.

Die CDU ist raus

Nach der Wahl am 26. September hatten zunächst SPD, Grüne, CDU, Linke und FDP in Zweierformaten Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf eine mögliche Koalition ausgelotet. Denn rechnerisch möglich sind eine ganze Reihe von Dreierbündnissen. Die CDU ist jedoch erst einmal raus, SPD und Grüne gelten als gesetzt für eine neue Koalition. Offen ist nur, wer als dritter Partner dazukommt.

Giffey hatte angekündigt, die Sondierungen bis Mitte Oktober abschließen und dann Koalitionsverhandlungen beginnen zu wollen. Das heißt, den Parteien bliebe für die Vorgespräche nur noch diese Woche.