Die Klimaaktivisten der Letzten Generation planen offenbar Störaktionen mitten zur Stoßzeit im Berufsverkehr am Montag in Berlin. Wie der Focus berichtet, wollen sich die Aktivisten auf der Straße festkleben. Allein für Montag früh seien „viele Aktionen an verschiedenen Orten gleichzeitig“ geplant, hieß es demnach.

Bereits am Samstag hatte die „Letzte Generation“ angekündigt, Autobahnen blockieren zu wollen. An den Aktionen sollen sich nach Angaben der Organisatoren weitaus mehr Menschen als zuvor beteiligen, hieß es in einer Ankündigung. Man wolle die Autobahnen „zum Ort des friedlichen Widerstands“ machen.

Mobilisiert für die Aktionen in der Hauptstadt wurde auch in anderen Städten mit dem Slogan „Alle zusammen nach Berlin“. In den vergangenen Wochen lud die Gruppe Unterstützer und Sympathisanten in ganz Deutschland zu Treffen und Vorträgen ein, um sie in „gewaltfreiem, zivilem Widerstand“ zu trainieren.

„Letzte Generation“: Autobahnen, Flughäfen, Hafen blockiert

In einem offenen Brief forderte die „Letzte Generation“ die Bundesregierung auf, sofort mehr gegen den Klimawandel zu tun. Um das durchzusetzen, brauche es eine öffentliche Störung durch die Unterbrechung des Alltags, so die Argumentation der Gruppe.

Die Initiative hatte im Januar und Februar in Berlin nach Polizeiangaben 45 Mal Autobahnabfahrten mit sitzenden und angeklebten Demonstranten blockiert. Danach folgten Blockaden an mehreren deutschen Flughäfen und am Hamburger Hafen. Im März wurden die Aktionen wegen des Krieges in der Ukraine unterbrochen, später aber wieder aufgenommen.

Das führte allein in Berlin zu mehr als 270 Strafanzeigen und rund 120 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Inzwischen gibt es bei der Polizei eine mittlere dreistellige Zahl an Ermittlungsverfahren, meist geht es um Nötigung und Widerstand gegen Polizisten.