Berlin: Ehemann soll Ukrainerin vor den Augen ihrer Kinder getötet haben

In einer Flüchtlingsunterkunft kam es am Samstag zu einem schrecklichen Verbrechen. Ein Mann soll seine Ehefrau umgebracht haben, während die Kinder zusahen. 

Beamte der Kriminaltechnik stehen hinter einer Polizeiabsperrung. (Symbolbild)
Beamte der Kriminaltechnik stehen hinter einer Polizeiabsperrung. (Symbolbild)dpa/TNN

In einer Flüchtlingsunterkunft im Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen ist am Samstag eine Frau vor den Augen ihrer Kinder getötet worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Ehemann die 44-Jährige in dem Heim an der Wollenberger Straße attackiert und lebensgefährlich verletzt haben. Laut Zeugen soll sich das Ehepaar in einem Zimmer lautstark gestritten haben. 

Anwohner, die den Streit hörten, alarmierten die Polizei. Eintreffende Einsatzkräfte konnten den 50-jährigen Verdächtigen in Tatortnähe festnehmen. Ein Polizeisprecher wollte auf Anfrage nicht sagen, mit welcher Tatwaffe sie getötet wurde. Dies sei Bestandteil der Ermittlungen, hieß es lediglich. Beamte der 2. Mordkommission übernahmen sofort die weiteren Ermittlungen, Kriminaltechniker sicherten Beweismittel. 

Familie flüchtete im Juni vor dem Krieg in der Ukraine

Die beiden Kinder des Paares hätten die Tat am Samstag mit angesehen, sagte Sascha Langenbach, Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten. Die ältere Tochter, die 2005 geboren wurde, habe die Sicherheitsdienste informiert, die sofort versucht hätten, das Leben der Mutter zu retten. Doch für die Frau kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb laut Polizei an ihren schweren Verletzungen. Die Familie aus der Ukraine sei im Juni 2022 in Berlin registriert worden und lebte dann in der Unterkunft, so Langenbach.

Die beiden Kinder des Paares wurden mittlerweile in die Obhut des Jugendamtes gegeben, hieß es am Samstagnachmittag. Was der Auslöser des tödliches Streits war, sei noch unklar. Ermittler müssten noch weitere Zeugen befragen, hieß es.