Berlin - Nach zwei verbotenen Demonstrationen und zahlreichen Festnahmen am Wochenende in Berlin sind für Pfingstmontag erneut mehrere Kundgebungen von Gegnern der Corona-Politik in der Hauptstadt geplant. Unter anderem am Mehringdamm, im Mauerpark sowie auf dem John-F.-Kennedy-Platz in Schöneberg seien Versammlungen mit jeweils zwischen 500 und 1000 Teilnehmern angemeldet worden, teilte die Polizei am Montag mit. Verboten worden sei hingegen eine Kundgebung auf der Masurenallee.

Polizei erteilte zahlreiche Platzverweise

Geplant sind außerdem mehrere Gegenkundgebungen, unter anderem auf dem Richardplatz in Neukölln sowie auf der Yorckstraße in Kreuzberg. Insgesamt seien in Berlin rund 30 Versammlungen angemeldet, so die Polizei auf Twitter. Darunter ist auch eine Fahrraddemo gegen den geplanten Ausbau der Autobahn A100. Ein Versammlungsverbot gelte am Potsdamer Platz, am Haus des Rundfunks und am Alexanderplatz.

Nachdem am Samstag zwei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten worden waren, waren nach Einschätzung von dpa-Reportern am Nachmittag dennoch Hunderte Menschen unter anderem nahe dem Brandenburger Tor und im Tiergarten unterwegs. Die Polizei stoppte Reisebusse und erteilte Platzverweise. Sie sperrte mit Gittern das Brandenburger Tor, die Siegessäule und die Straße des 17. Juni ab. Nach Angaben der Polizei mussten bis zum frühen Nachmittag knapp hundert Menschen „in ihrer Freiheit vorübergehend beschränkt“ werden.