BerlinFast neun von zehn Intensivbetten in den Berliner Krankenhäusern sind derzeit offenbar belegt. Dies geht aus einem Bericht des RBB hervor. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit gibt demnach an, dass von den 1.217 gemeldeten Intensivbetten in der Stadt sind 1.130 belegt sind. Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung machten demnach etwa ein Drittel aus.  

Die Intensivbetten, die nur für Covid-19-Patienten vorgesehen sind, sind laut Lagebericht der Gesundheitsverwaltung zu 28, 2 Prozent belegt. Auf dem Messegelände stehen 500 weitere Betten zur Verfügung für die Notfallversorgung zur Verfügung. Dorthin können allerdings nur leichtere Fälle ausgelagert werden.

Der Stand der Notfallreserve für Intensivbetten ist unklar: Laut dem Intensivregister DIVI verfügt Berlin über 1200 Intensivbetten und eine Notfallreserve von 460 Intensivbetten, die innerhalb von sieben Tagen verfügbar sein sollen. Unklar ist auch, warum die Zahl der Intensivbetten nicht, wie im April von der Gesundheitssenatorin versprochen, aufgestockt wurde. Der Tagesspiegel berichtete im April: „Noch am 21. April hatte die Senatsgesundheitsverwaltung auf Nachfrage den Plan bekräftigt, dass die Krankenhäuser bis Ende April die Gesamtzahl an Intensivbetten gegenüber der Zeit vor der Pandemie auf rund 2200 verdoppeln würden.“

Im Mai gab es laut Tagesspiegel 1550 Intensivbetten in Berliner Krankenhäusern. Barbara Ogrinz von der Berliner Krankenhausgesellschaft sagte dem RBB: „Die Zahl der Aufnahmestopps und Schließungen einzelner Krankenhausstationen ist in den vergangenen Wochen gestiegen. Die Grenze des Machbaren rückt immer näher – die Situation in Berliner Krankenhäuser verschärft sich.“

Die Berliner Krankenhäuser hätten dem Bericht zufolge außerdem eine große Zahl von Ausfällen beim Klinikpersonal zu registrieren. So hätte beispielsweise im Lankwitzer Marien-Krankenhaus in der ersten Dezemberwoche nach eigenen Angaben nur ein Drittel der Belegschaft zu Verfügung gestanden - weil Beschäftige entweder krank oder in Quarantäne waren.