Berlin - Mit einer ungewöhnlichen Aktion am Brandenburger Tor haben Vertreter von Freiwilligenagenturen und der Berliner Senat auf die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft hingewiesen. Auf den Pariser Platz ließen sie am Sonnabend einen bunten Konfettiregen niederprasseln. Nach Angaben der Veranstalter handelte es sich um rund 1,1 Millionen kleine Konfettistreifen – einen für jede Freiwillige und jeden Freiwilligen in Berlin.

Die Aktion ist Teil einer Kampagne, mit der der Einsatz ehrenamtlich engagierter Menschen in der Stadt bekannter und sichtbarer gemacht werden soll. Unter dem Hashtag #freiwilliginBerlin werden dazu in sozialen Medien Videos gepostet.

Jeder dritte Berliner engagiert sich freiwillig

„Jede dritte Berlinerin, jeder dritte Berliner engagiert sich freiwillig“, sagte die Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, der Deutschen Presse-Agentur. „Das sind circa 1,1 Millionen Menschen. Das ist nicht bloß eine Zahl, das ist eine politische Botschaft.“ Viele setzten sich dafür ein, dass andere nicht auf der Strecke blieben.

„Damit das Engagement in der Nachbarschaft gut funktioniert und bei denen ankommt, die darauf angewiesen sind, dafür gibt es die Freiwilligenagenturen“, so Chebli weiter. „Wir haben uns dafür starkgemacht, dass es sie heute in allen Berliner Bezirken gibt.“

Während der Pandemie seien sie sofort zur Stelle gewesen, als es darum gegangen sei, anzupacken und nachbarschaftliches Engagement in der Corona-Krise zu unterstützen. Aktuell koordinierten sie etwa die Ausgabe von Corona-Schnelltests an kleine Organisationen und Initiativen, erläuterte die Staatssekretärin.