Mehr als drei Monate nach Kriegsbeginn kommen nach wie vor viele Flüchtlinge aus der Ukraine in Berlin an. Von Freitag bis Sonntag hätten rund 4000 Geflüchtete den Hauptbahnhof erreicht, teilte die Senatsverwaltung für Integration am Montag mit. 400 Menschen waren es demnach am ZOB, rund 600 am Südkreuz. Am Ankunftszentrum Tegel wurden 625 Menschen verteilt, davon 251 nach Berlin.

Auf offiziellem Weg habe Berlin seit Kriegsbeginn 50.000 Flüchtlinge zeitweise untergebracht, heißt es im Lagebericht. Insgesamt sollen mehr als 267.000 Flüchtlinge die Hauptstadt erreicht haben. Wie viele Menschen privat untergekommen sind, ist nicht offiziell bekannt. Ein Teil sei weiter- oder Richtung Polen zurückgereist.

Zu Höchstzeiten kamen um die 10.000 Menschen am Tag nach Berlin. Nun heißt es, das Ankunftsgeschehen verlaufe „auf stabilem Niveau“. Längst nicht alle Menschen sind offiziell erfasst. Bis zum 31. August können sich die Flüchtlinge visumfrei in Deutschland aufhalten.