BerlinEr hatte seine Lebensgefährtin im gemeinsamen Haus in Berlin-Adlershof erwürgt und die Leiche dann vergraben: Rund neun Monate nach dem Tod einer 34 Jahre alten Frau ist ihr langjähriger Partner zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. 

Das Landgericht sprach den 37-Jährigen am Dienstag des Totschlags schuldig. Der Programmierer habe die Frau in einer Auseinandersetzung attackiert und sie „so lange gewürgt, bis der Tod eintritt“, so der Vorsitzende Richter. Der Angeklagte habe in seinem Geständnis keinen Hehl daraus gemacht, dass er die Frau töten wollte.

Mund und Nase zugeklebt

Der deutsche Angeklagte habe die Frau am frühen Morgen des 16. März dieses Jahres umgebracht, hieß es weiter im Urteil. „Er verklebte Mund und Nase, zog ihr noch eine Tüte über den Kopf und verbrachte sie zu einer in der Nähe ausgehobenen Grube.“

Nach einer Vermisstenanzeige habe er tagelang die Rolle des sich sorgenden Mannes gespielt. Aufnahmen von Überwachungskameras auf dem Weg zum Fundort der Leiche in der Nähe eines Gewerbegebietes hätten allerdings zügig zum Verdacht gegen den Angeklagten geführt.

Der Programmierer und Vater zweier Kinder habe es nicht geschafft, sich aus der Beziehung zu lösen. „Es war für ihn zermürbend - die dominante Partnerin, ein Hausbau, der nicht enden wollte, die Kinder - er kam da nicht heraus“, stand für das Gericht fest. Die Frau habe jederzeit Zugriff auf sein Handy gehabt - „er stand unter Kontrolle, er nahm es lange hin“. Nach massiven Vorwürfen der Frau zwei Tage vor der Tat habe er erstmals daran gedacht, sie zu töten. „Er hob die Grube aus.“

Die Richter kamen zu dem Schluss, dass es weder eine „ganz durchplante Tat“ noch eine Affekttat gewesen sei. Auch die Staatsanwältin war von dem in der Anklage erhobenen Mordvorwurf abgerückt. Sie plädierte auf eine Haftstrafe von zwölf Jahren. Der Verteidiger verlangte neun Jahre Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.