Berlin - Die Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) hat in Berlin und nach eigenen Angaben in mindestens zwölf weiteren Städten gegen die geplante Pipeline Nord Stream 2 und die Verwendung von Gas als Übergangs-Energiequelle protestiert. In Berlin hielten mehrere junge Leute auf der Marschallbrücke im Regierungsviertel ein Banner mit der Aufschrift „Gas ist keine Brückentechnologie“.

Anlass für den bundesweiten Aktionstag von FFF unter dem gleichen Motto war auch der Einsatz von Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit Nord Stream 2. Sprecherin Karla Wiegmann forderte einen Baustopp von der Landesregierung und darüber hinaus ein Ende der Erdgas-Förderung in Niedersachsen durch sogenanntes Fracking. Der Klimaschutz dürfe nicht als Ausrede für die Subvention fossiler Energieträger missbraucht werden, hieß es.

Kritik auch an Fracking in Niedersachsen

Durch die zwei jeweils rund 1200 Kilometer langen Leitungen der Ostsee-Pipeline, die bei Greifswald endet, sollen künftig jedes Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland gepumpt werden. „Wenn wir unsere Zukunft retten wollen, ist Gas keine Option mehr“, sagte die Hauptorganisatorin Helena Marschall der Deutschen Presse-Agentur.

Wenn in Mecklenburg-Vorpommern eine Gaspipeline gebaut werde, dann habe das auch bundesweite Auswirkungen., hieß es. Den Angaben von „Fridays for Future“ zufolge nahmen aufgrund der Corona-Pandemie nur jeweils bis zu fünf Personen an den Aktionen teil. Die Mindestabstände seien dabei eingehalten worden, so Marschall.