Die Rudolf-Wissell-Brücke führt die A100 über die Spree, Spreeaue und die Charlottenburger Schleuse. Weil sie marode ist und den Verkehr nicht mehr tragen kann, soll sie umgebaut werden. Wie die Zeitung B.Z. berichtete, verlieren aufgrund des Umbaus einige Kleingärtner ihre Parzellen. 83 Gartenlauben wären betroffen, schreibt die Zeitung. Ob und wo den verdrängten Kleingärtnern Ersatzflächen angeboten werden, ist nicht Sache des Bauherren, sondern des Landes Berlin. Die Höhe der Entschädigung kann erst ausgehandelt werden, wenn das Baurecht für die neue Rudolf-Wissell-Brücke steht. In der Vergangenheit war mal von 8000 Euro je Parzelle die Rede.

Neue Rudolf-Wissell-Brücke soll 2031 fertig sein

Zur Erklärung: In den 1960er-Jahren gebaut war sie auf 20.000 Fahrzeuge ausgelegt. Aktuell muss sie allerdings täglich 180.000 Autos tragen. Daher soll die Brücke nun erneuert werden. Schon Ende 2024 sollen die vorbereitenden Arbeiten für den Umbau starten. Der Bau soll sechs Jahre dauern, mindestens bis 2031. Ab 2025 wird der östliche Brückenstrang neben der jetzigen Brücke gebaut. Danach nimmt der neu gebaute Strang den ganzen Verkehr auf, damit die alte Brücke umgebaut werden kann. Auch Lärmschutzwände sollen errichtet werden.

Vor dem Ukraine-Krieg rechnete die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) mit 270 Millionen Euro Baukosten. Nun soll es wegen des Materialmangels viel teurer werden.