Berlin - Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie aus mehr als 30 Betrieben haben sich in Berlin und Brandenburg dem Warnstreikaufruf ihrer Gewerkschaft angeschlossen. Mit Autokorsos und einer Kundgebung vor dem Olympiastadion erreichten die Warnstreiks am Dienstag ihren vorläufigen Höhepunkt. „Es ist hohe Zeit für die Arbeitgeber, sich zu bewegen“, teilte die Bezirksleiterin der IG Metall, Birgit Dietze, mit. „Wir warten immer noch auf ein ernstzunehmendes Angebot und auf einen vierten Verhandlungstermin mit den beiden Arbeitgeberverbänden in unserem Bezirk.“

An den Aktionen beteiligten sich Mitarbeiter unter anderem des Stahlunternehmens ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, des Eisenbahnbauers Alstom in Hennigsdorf oder des Elektrostahlwerks BES in Brandenburg an der Havel.

Seit Dezember verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft bundesweit in den jeweiligen Tarifbezirken über höhere Löhne und Gehälter für insgesamt 3,8 Millionen Beschäftigte, davon 100.000 in Berlin und Brandenburg. Die Arbeitnehmerseite fordert 4 Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr.